Transgenerationale Traumatisierung wahrnehmen, verstehen, behandeln (2021)

 

Transgenerationale Traumatisierung

Kann Traumatisches „vererbt“ werden? In gewisser Weise schon. Stress der Väter und Mütter kann durchaus biologisch weitergegeben werden. Allerdings findet die meiste Weitergabe von erschütternden Erfahrungen zwischen den Generationen durch konkrete Erfahrungen statt. Die Atmosphäre im Elternhaus; geistig-seelisch oder körperlich beeinträchtigte oder erkrankte Eltern; Erlebnisse von existenzieller Verlassenheit, die sich zwischen den Generationen wiederholen, reinszeniert werden; und selbst wenn die ältere Generation schweigt, leiden die Kinder und Enkel. Schuldgefühle sind furchtbare „Erbstücke“, die auch erwachsen gewordene Kinder der traumatisierten Elterngeneration direkt oder indirekt belasten. Gewalterfahrungen sowieso. Wie können wir diese intergenerationelle Weitergabe verstehen, welche Arbeitsweisen können wir verwenden, um in der Psychotherapie transgenerationalen Themen auf die Spur zu kommen? Und nicht zuletzt: Welche eigenen Erfahrungen haben wir damit gemacht, denn dies ist nicht nur für uns erhellend, sondern bestimmt auch oft die Übertragungs- und Gegenübertragungs-Dynamik?! Letztlich werden wir nach dem „Besten“ und dem „Belastendsten“ fragen, das von den Generationen „hinter mir“ (bzw. hinter den Klient*innen) noch übrig ist, und Wege diskutieren, aus der Spirale der Trauma-Weitergabe auszusteigen.

 

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Fachfrauen und -männer aus Feldern des Gesundheits- und Sozialwesens, z.B.:

  • Ärzt*innen,
  • Psychotherapeut*innen / Psycholog*innen,
  • Sozialpädagog*innen, Sozialarbeiter*innen,
  • Lehrer*innen,
  • Erzieher*innen,

und aus

  • Jugendämtern und Fachhochschulen,
  • Frauen- und Kinderschutzorganisationen,
  • Psychiatrien, Kinder- und Jugendpsychiatrien,
  • Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen.

 

Wie wird gearbeitet?

Im Seminar wird in einem Wechsel von theoretischen Impulsen, Praxisreflexion, Selbsterfahrung, moderierter Plenumsdiskussion, Kleingruppen und Einzelreflexion gearbeitet.

 

Fortbildungspunkte

werden bei der Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt.

 

Termin und Arbeitszeiten

Mittwoch, 4. August 2021, 11.00 bis 19.00 Uhr
Donnerstag, 5. August 2021, 11.00 bis 16.00 Uhr

 

Für ganz Neugierige eine Literaturauswahl

  •  2018; Der innere Ausstieg. Transgenerationale Gewalt überwinden, Books on Demand
  •  2013; Der Feind im Inneren: Psychotherapie mit Täterintrojekten. Wie finden wir den Weg aus der Ohnmacht und Gewalt? Paderborn: Junfermann
  •  2012; Transgenerationale Traumatisierung. Paderborn: Junfermann
  •  2010; Viel sein – ein Handbuch. Paderborn: Junfermann
  •  2009; Von der Dunkelheit zum Licht. Mit Pauline C. Frei. Paderborn: Junfermann
  •  2006; Der innere Garten. Ein achtsamer Weg zur persönlichen Veränderung. Paderborn: Junfermann, 3. Auflage
  •  2006; Leiden hängt von der Entscheidung ab. Gedichte & Texte zu Leben, Sterben und Heilwerden. Mit Pauline C. Frei. Paderborn: Junfermann
  •  2003; Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung, Teil 1. Paderborn: Junfermann
  •  2003; Wege der Traumabehandlung. Trauma und Traumabehandlung, Teil 2. Paderborn: Junfermann

 

Kosten und Zahlungsmodalitäten

Teilnahmegebühr: 340,– €
Darin enthalten sind Pausengetränke (Kaffee, Tee, Mineralwasser). Die Kosten werden mit der Einladung zum Seminar (ca. 6 Wochen vor Beginn) in Rechnung gestellt. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular.

Für etwaige Übernachtungen tragen Sie bitte selber Sorge. Sie wünschen Unterstützung bei der Zimmersuche? Bitte melden Sie sich bei uns!

Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info. Eine von Ihnen beantragte Förderung wird zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet. Bitte beachten Sie dabei, dass bei Nichtbewilligung dieser Förderung der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr Ihnen nachträglich in Rechnung gestellt wird.

 

Anmeldung und Zulassung

Bitte melden Sie sich online (www.tandem-freiburg.org) oder mit beigefügtem Anmeldeformular an.
Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 21 Plätze vergeben.

Änderungen wegen Krankheit der Referent*innen oder mangelnder Teilnehmer*innenzahl sind manchmal unvermeidlich. Bei zu geringer Teilnehmer*innenzahl behalten wir uns vor, den Kurs drei bis vier Wochen vor Beginn abzusagen.

Wir empfehlen den Teilnehmenden, eine Seminarrücktrittversicherung abzuschließen, um einen unvorhergesehenen/ungeplanten Rücktritt kurz vor Seminarbeginn finanziell abzufedern.

Vertragspartner ist Jochen Leucht, tandem PRAXIS & INSTITUT, Freiburg

 

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!

Fragen zur Veranstaltungsorganisation: Bei inhaltlichen Fragen:

Gisa Windhüfel

institut@tandem-freiburg.org

Jochen Leucht

leucht@tandem-freiburg.org

Telefon +49 (0) 761 – 45 89 56 33

Fax +49 (0) 761 – 45 89 56 37

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie besondere Unterstützung/Assistenz brau