Sucht und Abhängigkeit aus systemischer Perspektive (2018)

Eine Liaison aus Psychodynamik und Interaktion

Sucht und Abhängigkeit

ist für Helfer*innen in Therapie und Beratung eine große Herausforderung. Die „nicht vorhandene“ Zuverlässigkeit dieser Menschen und die immense Rückfallquote sind nur zwei von vielen Gründen hierfür. Dies wird umso schlimmer, je mehr Fremdmotivation, also Druck von außen, im Spiel ist. Und – welche/r Alkoholiker*in, Junkie oder medikamentenabhängige Mensch kommt schon freiwillig zur Beratung oder Therapie?
Neben elementar wichtigen Grundannahmen für die Arbeit mit diesen Menschen bildet die Auseinandersetzung mit der Definition von Sucht sowie dem Aushandeln von Kontrakt und Zielen das Kernstück des Seminars. Weiterhin werden die Unterschiede der jeweiligen Arbeitskontexte thematisiert: Im ambulanten Setting sind andere Sicht- und Handlungsweisen möglich als in der stationären Arbeit und umgekehrt. Es geht also darum, ein Lösungssystem für den jeweiligen Arbeitskontext zu schaffen.
Grundlage ist ein Denk- und Handlungsmodell, das von den Seminarleiter*innen im Laufe langjähriger therapeutischer Arbeit mit abhängigen Menschen und deren Familien konstruiert wurde.

 

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Seminar?

  • Sie entwickeln eine lösungsorientierte Perspektive auf süchtige und abhängige Verhaltensmuster.
  • Sie erkennen alternative Handlungs- und Interventionsoptionen für Ihre Arbeit mit süchtigen und abhängigen Klient*innen.
  • Sie erhalten Hinweise über die Wirkung Ihrer Grundannahmen in diesem anspruchsvollen Feld.

 

Was sind die konkreten Inhalte?

  • Wie kommen wir als Helfer*innen zu unseren Erkenntnissen? (Epistomologie)
  • Wie kann man Sucht und Abhängigkeit als Lösungsversuch betrachten?
  • Sucht als „Gesellschaftsspiel“: Welche kommunikative/interaktive Bedeutungszuschreibungen sind möglich?
  • Wie können Rückfälle „gelesen“ werden? Welche neuen Handlungsoptionen lassen sich aus der anderen „Lesart“ ableiten?
  • Wie kann ich mein Handeln als Helfer*in in diesem anspruchsvollen Arbeitsfeld optimieren?

Darüber hinaus werden konkrete Fragen der Teilnehmer*innen Gegenstand der Auseinandersetzung sein.

 

Wie wird gearbeitet?

Wir stellen Ihnen praktisches Handwerkszeug für Ihre Arbeit vor: „Suchtskulpturen“, Metaphern, Externalisierungen und ressourcenorientierte Genogrammarbeit. In einer erwachsenengerechten Lernatmosphäre erhalten Sie Lernangebote über Theorieimpulse, Kleingruppenarbeiten, Diskussionen in der Gesamtgruppe, Simulationen und Demonstrationen. Gerne arbeiten wir mit Ihren Fallvignetten.

 

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Das Seminar wendet sich an Therapeut*innen und Berater*innen aus ambulanten, stationären und teilstationären Diensten und Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens (auch niedergelassene Ärzt*innen und Therapeut*innen), die ihre Kompetenzen und Kenntnisse für die herausfordernde Arbeit mit süchtigen und abhängigen Klient*innen hinsichtlich der lösungsorientierten Perspektive erweitern wollen.

 

Teilnehmer*innenzahl

Am Seminar können maximal 14 Personen teilnehmen.

 

Termin und Arbeitszeiten

Mi, 21. Februar 2018, 09.30 bis 17.30 Uhr
Do, 22. Februar 2018, 09.00 bis 17.30 Uhr
Fr, 23. Februar 2018, 09.00 bis 12.00 Uhr

 

Kosten

Teilnahmegebühr: 330,– €
Darin sind Pausengetränke (Kaffee, Tee, Mineralwasser) enthalten.

Unser Weiterbildungsinstitut befindet sich in der Nähe zur Altstadt, wo zahlreiche Möglichkeiten zum Mittagessen vorhanden sind.
Für etwaige Übernachtungen tragen Sie bitte selber Sorge. Sie wünschen Unterstützung bei der Zimmersuche? Bitte melden Sie sich bei uns!

Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info
Eine von Ihnen beantragte Förderung wird zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet. Bitte beachten Sie dabei, dass bei nicht Bewilligung dieser Förderung der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr Ihnen nachträglich in Rechnung gestellt wird.

 

Zahlungsmodalitäten

Die Kosten werden mit der Einladung zum Seminar (ca. 6 Wochen vor Beginn) in Rechnung gestellt. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular.

 

Anmeldung und Zulassung

Bitte melden Sie sich schriftlich mit beigefügtem Anmeldebogen oder online (www.tandem-freiburg.org/tandem-institut/programm) an. Die Anmeldung ist verbindlich.

Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 14 Plätze vergeben.

Vertragspartner ist tandem PRAXIS & INSTITUT GbR, Freiburg
Geschäftsführer: Gabi Locherer, Jochen Leucht

 

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!

Fragen zur Veranstaltungsorganisation: Bei inhaltlichen Fragen:

Gisa Windhüfel

institut@tandem-freiburg.org

Jochen Leucht

leucht@tandem-freiburg.org

Telefon    +49 (0) 761 – 45 89 56 33
Fax           +49 (0) 761 – 45 89 56 37
Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie besondere Unterstützung/Assistenz brauchen.