Signs of Safety (2018)

Ein innovativer Ansatz für Kinderschutz und Gefährdungsabklärung

Der Signs-of-Safety-Ansatz

ist ein stärken- und ressourcenbasierter Ansatz für Kinderschutz und Gefährdungsabklärung. Der Ansatz ist in Deutschland noch nicht bekannt und eine Innovation.

Der Umgang mit Fällen von mutmaßlicher oder nachgewiesener Vernachlässigung, Misshandlung oder Missbrauch und die damit verbundene Gefährdungsabklärung stellt für Sozialarbeiter*innen im Kinder- und Jugendschutz eine der größten Herausforderungen dar. Der Signs-of-Safety-Ansatz des Australiers Andrew Turnell unterstützt professionelle Helfer*innen dabei, eine ressourcenorientierte und wertschätzende Haltung gegenüber den Familien und deren Sichtweisen zu zeigen und gleichzeitig den Auftrag des Jugendamts, nämlich die Überprüfung und Sicherstellung des Kindeswohls, mit Nachdruck zu verfolgen.
Hierfür bietet der Signs-of-Safety-Ansatz einfache und praktikable Instrumente – sowohl zur kompetenzorientierten Arbeit mit den Familien als auch zur Gefährdungs- und Risikoabschätzung. Der Ansatz wurde in enger Zusammenarbeit mit Sozialarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhilfe entwickelt und in der Praxis evaluiert. Mittlerweile wird er weltweit erfolgreich von Jugendamts-Sozialarbeiter*innen angewendet – unter anderem in Großbritannien, Schweden, Finnland, Dänemark, den Niederlanden, Australien, Japan, den USA und Kanada.

 

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Seminar?

  • Sie lernen das Konzept des Signs-of-Safety-Ansatzes kennen (Theoriekompetenz).
  • Sie gewinnen wertvolle Hinweise, wie sie die zentralen Schritte des Signs-of-Safety-Ansatzes in Ihre anspruchsvolle Arbeit integrieren können (Theoriekompetenz).
  • Sie erfahren, wie die Trennung der Problem- und der Lösungsorientierung hinsichtlich der Risikobeurteilung aufgelöst wird, indem Schaden und Gefährdung gleichzeitig mit Stärken und Sicherheit exploriert werden (Methodenkompetenz).
  • Sie entwickeln ein fachkundiges Verständnis für eine ausbalancierte Gesprächsarbeit im Spannungsfeld zwischen partnerschaftlichem Verhältnis und Autorität (Methodenkompetenz).
  • Sie erhalten relevante Hinweise zur Verknüpfung der lösungsorientierten Risikoeinschätzung mit der Einschätzung des Ressourcenpotenzials der Familie (diagnostische Kompetenz).
  • Sie reflektieren Ihre eigenen Erfahrungen in der Arbeit in schwierigen Kinderschutzkontexten und lernen Schritte des respektvollen, lösungsorientierten Arbeitens mit klarem Fokus auf Kinderschutz (Fallkompetenz).
  • Erster Kontakt mit dem Instrument Words & Pictures. Dieser wird verwendet, um Kindern (mithilfe der Eltern) zu erklären, welche Absprachen getroffen wurden, um ihre Sicherheit zu garantieren.
  • Es wird ein Start bezüglich der Sicherheitsplanung gemacht.

 

Was sind die konkreten Inhalte?

Im Seminar lernen Sie den Signs-of-Safety-Ansatz detailliert kennen. Sie erhalten konkrete und praxisnahe Hinweise zu den zentralen Bereichen des Ansatzes:

  • Gestaltung einer ressourcenorientierten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Familien auch im Rahmen der Gefährdungsabklärung
  • Gefährdungsabklärungen in Netzwerken mit voller Beteiligung aller Betroffenen
  • Einführung in das Kernkonzept des Signs-of-Safety-Ansatzes: die „Drei-Häuser-Methode“
  • „Good Practice“ hinsichtlich Gefahrenfeststellung, Sicherheitsziele, Netzwerke einbinden und die „drei Häuser“ als wichtige Werkzeuge von „Signs of Safety“ in der Arbeit mit Kindern

Mit Fallbeispielen aus der Gruppe wird der Sings-of-Safety-Ansatz demonstriert.

 

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Das Seminar wendet sich an Fach- und Führungskräfte, die im Rahmen ihrer Tätigkeit mit Fragen des Kinderschutzes und der Gefährdungsabklärung konfrontiert sind und den innovativen Signs-of-Safety-Ansatz praxisnah kennenlernen wollen.

 

Arbeitsformen: Wie arbeiten wir im Seminar?

Im Seminar wird sehr praxisorientiert gearbeitet. Die Arbeitsformen sind u.a.:

  • Impulsvorträge
  • Plenumsgespräche
  • Kleingruppenarbeit
  • Selbsterfahrung in geschütztem Raum

Neben Wissensvermittlung werden Handlungskompetenzen für die Arbeit mit Familien und Kindern in Fällen von „Kinderschutz und Risikoeinschätzung“ vermittelt.

 

Teilnehmer*innenzahl

Am Seminar können maximal 21 Personen teilnehmen.

 

Termin & Arbeitszeiten

Montag, 29. Januar 2018 9.30 bis 17.00 Uhr
Dienstag, 30. Januar 2018 9.00 bis 17.00 Uhr
Mittwoch, 31. Janaur 2018 9.00 bis 17.00 Uhr
Donnerstag, 1. Februar 2018 9.00 bis 16.30 Uhr

 

Für ganz Neugierige

www.signsofsafety.net/ und www.mannaslot.com

 

Kosten

Teilnahmegebühr: 490,– €
Darin enthalten sind Pausengetränke (Kaffee, Tee, Mineralwasser).
Für etwaige Übernachtungen tragen Sie bitte selber Sorge. Sie wünschen Unterstützung bei der Zimmersuche? Bitte melden Sie sich bei uns!

Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info
Eine von Ihnen beantragte Förderung wird zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet. Bitte beachten Sie dabei, dass bei Nichtbewilligung dieser Förderung der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr Ihnen nachträglich in Rechnung gestellt wird.
Zahlungsmodalitäten

Die Kosten werden mit der Einladung zum Seminar (ca. 6 Wochen vor Beginn) in Rechnung gestellt. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular.

 

Anmeldung und Zulassung

Bitte melden Sie sich online (www.tandem-freiburg.org) oder schriftlich mit beigefügtem Anmeldeformular an.
Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 21 Plätze vergeben.

Vertragspartner ist tandem PRAXIS & INSTITUT GbR, Freiburg
Geschäftsführer: Gabi Locherer, Jochen Leucht

 

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!

Fragen zur Veranstaltungsorganisation: Bei inhaltlichen Fragen:

Gisa Windhüfel

institut@tandem-freiburg.org

Jochen Leucht

leucht@tandem-freiburg.org

Telefon    +49 (0) 761 – 45 89 56 33
Fax           +49 (0) 761 – 45 89 56 37
Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie besondere Unterstützung/Assistenz brauchen.