Kinder aus der Klemme (2020)

Interventionen für Familien in hochkonflikthaften Trennungen

Kinder aus der Klemme

Nach einer Trennung leiden Kinder besonders, wenn es Eltern nicht gelingt, einen konstruktiven Weg einzuschlagen. Trauer, Verletzungen und Enttäuschungen sind der Nährboden für nicht enden wollende Konflikte, in denen die Kinder zwischen die Fronten, in einen Loyalitätskonflikt und überhaupt aus dem Blick geraten. Sie stecken in der Klemme.
Justine van Lawick und Margreet Visser haben mit ihrem Programm „Kinder aus der Klemme“ einen neuen Weg für diese Familien gefunden. Sie arbeiten im Multifamiliensetting mit zwei parallelen Gruppen: einer Elterngruppe und einer Kindergruppe. Statt auf die Fehler und Verletzungen des anderen Elternteils wird der Blick wieder auf die Kinder gerichtet. Und statt wie gewohnt zu zweit in alte Muster zu verfallen, werden die Eltern angeregt, neue Sichtweisen zu entwickeln – nicht zuletzt durch Rückmeldungen der anderen Eltern.
Auch die Kinder machen neue Erfahrungen: Sie sind nicht allein, anderen Kindern geht es ähnlich. Und sie sind nicht komplett ausgeschlossen oder auf sich allein gestellt, wenn die Eltern aufeinandertreffen. Im geschützten Rahmen können sie ihren Gedanken und Gefühlen Ausdruck verleihen, werden gestärkt und merken: Die Eltern arbeiten wegen ihnen.
Justine van Lawick und Annegret Eckhart-Ringel übertragen das ursprünglich aus den Niederlanden stammende Programm auf die Verhältnisse im deutschsprachigen Raum und machen es damit sowohl für Jugendhilfe und Erziehungsberatung als auch für den klinischen Kontext der Kinder- und Jugendpsychiatrie zugänglich.

 

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Seminar?

  • Sie lernen das Konzept „Kinder aus der Klemme“ kennen (Theoriekompetenz).
  • Sie gewinnen wertvolle Hinweise, wie sie die zentralen Schritte des Kinder-aus-der-Klemme-Ansatzes in Ihre anspruchsvolle Arbeit integrieren können (Theoriekompetenz).
  • Sie erhalten praktische Hinweise zur Praxis der parallel laufenden Eltern- und Kindergruppen (Methodenkompetenz).
  • Sie entwickeln ein fachkundiges Verständnis für die anspruchsvolle Arbeit mit Affekten und Gefühlen in der konkreten Trennungsphase der Eltern (Methodenkompetenz).
  • Sie erhalten relevante Hinweise zur Indikation für die Arbeit mit dem Konzept „Kinder aus der Klemme“ (diagnostische Kompetenz).
  • Sie reflektieren Ihre eigenen Erfahrungen in der Arbeit mit Hochkonfliktpaaren und deren Kindern (Fallkompetenz).

 

Möglichkeit der Zertifizierung

Mit der Teilnahmebestätigung von tandem PRAXIS & INSTITUT können Sie das Zertifikats „Kinder aus der Klemme“ beantragen. Das Zertifikat befähigt Sie anschließend das Programm in Ihrer eigenen Einrichtungen mit supervisorischer Unterstützung umzusetzen. Bei Bedarf erhalten Sie im Seminar durch die Seminarleiter*innen detaillierte Informationen zur Beantragung des Zertifikats.

 

Was sind die konkreten Inhalte?

Im Seminar lernen Sie den Kinder-aus-der-Klemme-Ansatz detailliert kennen. Sie erhalten praxisnahe Hinweise zu den konkreten Inhalten des Programms für Eltern, Kinder und Therapeut*innen, Berater*innen. Und Sie lernen den konkreten Ablauf Schritt für Schritt kennen. Anhand von Fallbeispielen aus der Gruppe wird der Kinder-aus-der-Klemme-Ansatz demonstriert.

 

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Kolleg*innen aus pädagogischen, beraterischen und therapeutischen Kontexten, die Eltern in Trennungs- und Scheidungsprozessen beraterisch begleiten und die in den Trennungsprozess involvierten Kinder nicht aus dem Blick verlieren wollen.

 

Arbeitsformen: Wie arbeiten wir im Seminar?

Im Seminar wird sehr praxisorientiert gearbeitet. Die Arbeitsformen sind u.a.:

  • Impulsvorträge
  • Plenumsgespräche
  • Kleingruppenarbeit
  • Selbsterfahrung in geschütztem Raum

Neben Wissensvermittlung werden Handlungskompetenzen für die Arbeit mit hochkonflikthaften Paaren und deren Kindern vermittelt.

 

Termin und Arbeitszeiten

Montag, 8. Juni 2020, 09.30 – 12.30 & 14.00 – 17.30 Uhr
Dienstag, 9. Juni 2020, 09.30 – 12.30 & 14.00 – 17.30 Uhr
Mittwoch, 10. Juni 2020, 09.30 – 12.30 & 13.30 – 15.30 Uhr

 

Für ganz Neugierige die passende Literatur

Justine van Lawick, Margreet Visser, Kinder aus der Klemme: Interventionen für Familien in hochkonflikthaften Trennungen. Carl-Auer-Verlag

 

Kosten und Zahlungsmodalitäten

Teilnahmegebühr: 510,– €
Darin enthalten sind Pausengetränke (Kaffee, Tee, Mineralwasser). Die Kosten werden mit der Einladung zum Seminar (ca. 6 Wochen vor Beginn) in Rechnung gestellt. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular.

Für etwaige Übernachtungen tragen Sie bitte selber Sorge. Sie wünschen Unterstützung bei der Zimmersuche? Bitte melden Sie sich bei uns!

Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info. Eine von Ihnen beantragte Förderung wird zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet. Bitte beachten Sie dabei, dass bei Nichtbewilligung dieser Förderung der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr Ihnen nachträglich in Rechnung gestellt wird.

 

Anmeldung und Zulassung

Bitte melden Sie sich online (www.tandem-freiburg.org) oder schriftlich mit beigefügtem Anmeldeformular an.

Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 23 Plätze vergeben.
Änderungen wegen Krankheit/Ausfall der Referent*innen oder mangelnder Teilnehmer*innenzahl sind manchmal unvermeidlich. Bei zu geringer Teilnehmer*innenzahl behalten wir uns vor, den Kurs drei bis vier Wochen vor Beginn abzusagen.

Wir empfehlen den Teilnehmenden, eine Seminarrücktrittversicherung abzuschließen, um einen unvorhergesehenen/ungeplanten Rücktritt kurz vor Seminarbeginn finanziell abzufedern.

Vertragspartner ist tandem PRAXIS & INSTITUT GbR, Freiburg
Geschäftsführer: Gabi Locherer, Jochen Leucht

 

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!

Fragen zur Veranstaltungsorganisation:    Bei inhaltlichen Fragen:
Gisa Windhüfel
institut@tandem-freiburg.org    Jochen Leucht
leucht@tandem-freiburg.org

Telefon    +49 (0) 761 – 45 89 56 33
Fax    +49 (0) 761 – 45 89 56 37
Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie besondere Unterstützung/Assistenz brauchen.