Internetsucht und Internetbezogene Störungen erkennen und verstehen

Prävention und Intervention für Beratung und Pädagogik

Internetsucht und Internetbezogene Störungen

Die Nutzung digitaler Medien ist allgegenwärtig und birgt – bei allem Spaß am Tun – auch Risiken. Problematische Nutzung und Abhängigkeiten entstehen allerdings nicht mal eben so, sondern sind in vielerlei Hinsicht kontextbezogen. Von ein bisschen Facebook, Candy Crush oder Fortnite wird niemand süchtig, da braucht es deutlich mehr.

Das vorliegende Onlineseminar beschäftigt sich mit der Entwicklung von Konsummustern, eigenen Anteilen der User*innen und „Einladungen“ der Herstellerfirmen zum Weitermachen. Es wird ein freundlicher Blick auf die Nutzung und ein kritischer Blick auf die Fallstricke der Anwendungen geworfen, um Handlungsspielräume samt Präventions- und Interventionsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Bedarfe von Pädagogik, Beratung und Therapie zu vermitteln.

 

Wie profitieren Sie vom Onlineseminar?

Das Onlineseminar versteht sich als niedrigschwelliges Unterstützungsangebot „to go“. Neben Methoden zur Prävention gibt es konkrete Module zur ressourcenaktivierenden Arbeit mit interessierten, problematischen oder auch abhängigen Usern. Der Fokus liegt dabei auf der Nutzung von Social Media und Onlinegames. Wir freuen uns auf Ihre Fallvignetten.

 

Was sind die konkreten Inhalte?

Die vorgestellten Methoden und Module gehen auf die Faszination digitaler Medien und ihre Gefahrenpotenziale ein. Ohne erhobenen Zeigefinger setzen sie Onlinewelten und Offlineleben in Beziehung und helfen zu verstehen, wie sich z.B. Onlinefähigkeiten auch im realen Leben nutzen lassen.

Alle Methoden kommen aus der Praxis und sind vielfach erprobt. Wir bearbeiten sie gemeinsam so, dass die Teilnehmer*innen ausreichen Erfahrungen damit machen, um sie in ihrer eigenen Arbeit selbst nutzen zu können.

Die Methoden und Module eröffnen Zugänge zu digitalen Welten ebenso wie sie Zugänge zu Wünschen, Ängsten und Gefühlen vermitteln, ohne die wir in Beratung und Pädagogik nicht arbeiten können. Ein kurzer Blick auf die Möglichkeiten von Screening, Diagnostik und aktuelle Trends im Cyberspace zeigt das weitere Potenzial dieses Themas für unsere Gesellschaft.

Alle Seminarinhalte (Methoden zur Prävention und Module zur praktischen Arbeit für Pädagogik, Beratung und Therapie) sind verschriftlicht und werden zur freien Nutzung allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.

 

Empfehlenswerte Literatur zur Vorbereitung

  • Scholz, Detlef (2014): Systemische Interventionen bei Internetabhängigkeit, Carl-Auer Verlag
  • Müller/Wölfling (2017): Pathologischer Mediengebrauch und Internetsucht, Kohlhammer Verlag
  • Christakis/Fowler (2010): Connected! Die Macht sozialer Netzwerke und warum Glück ansteckend ist, Fischer Verlag
  • Fachverband Medienabhängigkeit e.V. (2012): Let´s Play – Methoden zur Prävention von Medienabhängigkeit, Papst Verlag/kostenfreier Download über: http://www.fv-medienabhaengigkeit.de/

 

Wie wird gearbeitet?

Die Inhalte werden mit Impulsen, Demonstrationen und Fallbeispielen interaktiv bearbeitet. Je nach Interesse der Teilnehmenden gibt es auch die Möglichkeit, in Rollenspielen fallbezogen zu arbeiten.

 

Termin und Arbeitszeiten

Donnerstag, 10. Juni 2021, 09.30-12.30 und 14.00-17.00 Uhr

Freitag, 11. Juni 2021, 09.00-12.30 und 14.00-17.00 Uhr

 

Zielgruppe: An wen richtet sich das Onlineseminar?

Zum Onlineseminar eingeladen sind alle Mitarbeiter*innen aus Pädagogik, Beratung, (Psycho-)Therapie und Sozialarbeit, die ihre Kompetenzen hinsichtlich der Prävention von und Intervention bei Internetsucht und internetbezogenen Störungen schärfen wollen.

 

Lernort

Das Onlineseminar findet auf der Videokonferenzplattform Zoom und auf der
E-Learning-Plattform Moodle (Arbeitsmaterialien) statt. Die digitalen Lernorte sind DSGVO-konform. Die Zugangsdaten werden rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung per E-Mail an die Teilnehmenden geschickt – und vor Beginn des Onlineseminars werden die Tools und Funktionen auf der Videokonferenzplattform genau erklärt und vorgeführt.

 

Technik und Ausstattung

Die Teilnehmer*innen benötigen einen internetfähigen Rechner (z. B. Laptop), einen Internetzugang, eine (integrierte) Webcam sowie ein Headset mit Mikrofon oder einen Konferenzlautsprecher. Es empfiehlt sich, aktuelle Betriebssysteme/Software auf dem Rechner zu nutzen, um an den Videokonferenzen teilnehmen zu können sowie Dokumente lesen und bearbeiten zu können.

 

Hinweise zum Datenschutz

Zur Durchführung unserer Onlineseminare verwenden wir Zoom und Moodle. Wir haben mit Zoom einen Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen. In diesen sind u.a. die sog. EU-Standard-Vertragsklauseln integriert. Bei dem von uns angekündigten Angebot handelt es sich um ein Videomeeting, welches sich exklusiv an Teilnehmer*innen von tandem-Fortbildungen richtet. Der Videokonferenzraum wird mit eigener Meeting-ID und eigenem Passwort für diese Veranstaltung angelegt.

 

Kosten und Zahlungsmodalitäten

Teilnahmegebühr: 270,– €
Die Kosten werden mit der Einladung zum Seminar (ca. 6 Wochen vor Beginn) in Rechnung gestellt. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular.
Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info. Eine von Ihnen beantragte Förderung wird zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet. Bitte beachten Sie dabei, dass bei Nichtbewilligung dieser Förderung der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr Ihnen nachträglich in Rechnung gestellt wird.

 

Anmeldung und Zulassung

Anmeldung und Zulassung
Bitte melden Sie sich online (www.tandem-freiburg.org) an. Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 18 Plätze vergeben.
Änderungen wegen Krankheit der Referent*innen oder mangelnder Teilnehmer*innenzahl sind manchmal unvermeidlich. Bei zu geringer Teilnehmer*innenzahl behalten wir uns vor, das Seminar drei bis vier Wochen vor Beginn abzusagen.
Wir empfehlen den Teilnehmenden, eine Seminarrücktrittversicherung abzuschließen, um einen unvorhergesehenen/ungeplanten Rücktritt kurz vor Seminarbeginn finanziell abzufedern.
Vertragspartner ist Jochen Leucht, tandem PRAXIS & INSTITUT, Freiburg

 

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!

Fragen zur Veranstaltungsorganisation:
Gisa Windhüfel
institut@tandem-freiburg.org

Bei inhaltlichen Fragen:
Jochen Leucht
leucht@tandem-freiburg.org

Telefon +49 (0) 761 – 45 89 56 33
Fax +49 (0) 761 – 45 89 56 37

 

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie besondere Unterstützung/Assistenz brauchen.