… ihre Taten verstehen, kompetent handeln und sinnvoll begleiten

Dynamiken und Entwicklung sexuell übergriffigen Verhaltens von Kindern und Jugendlichen

Sexuell übergriffiges Verhalten von Jungen

Sexuell übergriffige Kinder und Jugendliche stellen eine Herausforderung für die Jugendhilfe dar. Wie kann man sie erreichen? Welches Risiko geht von Ihnen aus und wie lässt sich adäquat Opferschutz herstellen? Die Entwicklung ihres devianten Verhaltens und ihre Besonderheiten im Fühlen, Denken und Handeln vor, während und nach der Tat zu verstehen bieten Grundlage dafür, ihnen adäquate Unterstützung im Rahmen des Opferschutzes zukommen zu lassen. Schwerpunkt des Seminars stellt der Blick auf sexuell übergriffige Jungen dar.

 

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Seminar?

  • Sie werden eine praxisrelevante Definition sexuell übergriffigen Verhaltens von Kindern und Jugendlichen kennenlernen, welche es Ihnen leichter macht sexuelle Interaktionen zu bewerten: übergriffig oder Teil der normalen Entwicklung?
  • Sie entwickeln ein Verständnis dafür, warum junge Menschen überhaupt sexuell übergriffiges Verhalten zeigen.
  • Sie lernen unterschiedliche Formen sexualisierter Gewalt und unterschiedliche Tätertypen kennen
  • Sie erkennen Täterstrategien und gewinnen einen Eindruck davon, welche Folgen diese für die Betroffenen verursachen
  • Sie entwickeln ein Gefühl für die Dynamiken eines Systems, in dem Kinder bzw. Jugendliche andere sexuell missbrauchen, und Sie lernen, sich in diesem System handlungssicher zu orientieren und sich nicht zu verlieren.
  • Sie setzen sich mit der Haltung auseinander, welche sinnvoll ist, um sexuell übergriffige Menschen zu erreichen und für Veränderung zu motivieren
  • Sie lernen, Ihren Blick nicht nur auf den Einzelnen, sondern auf das ganze System der sexuell übergriffigen Person zu richten, ohne dabei den Opferschutz aus den Augen zu verlieren.

 

Was sind die konkreten Inhalte?

Im Seminar lernen die Teilnehmer*innen

  • Entwicklung einer praxisrelevanten Definition sexuell übergriffigen Verhaltens – im Spektrum zwischen normaler sexueller Entwicklung und strafrechtlich relevanten Übergriffen gegen die sexuelle Selbstbestimmung
  • Kennenlernen von Erklärungsmodellen für die Entwicklung sexuell übergriffigen Verhaltens von Kindern bzw. Jugendlichen
  • Anhand einer Skulptur werden die Dynamiken der innerfamiliären sexualisierten Gewalt in einem System verständlich und die einzelnen Bedürfnisse aller Beteiligten nachvollziehbar – die Wichtigkeit, das ganze System und nicht nur Einzelne zu berücksichtigen wird deutlich
  • Auseinandersetzung mit den Folgen sexualisierter Gewalt für die Betroffenen
  • Praktische Methoden bei Beurteilung und Umgang mit sexualisiert übergriffigem Verhalten

 

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter*innen aus Praxisfeldern der sozialen Arbeit, der Pädagogik (Jugendamt, ASD, Beratungsstellen, Schulen, ambulante, teil- und vollstationäre Jungendhilfeeinrichtungen) sowie an Berater*innen und (Psycho)Therapeut*innen in freier Praxis. Sowie an alle am Thema interessierten Mitarbeiter*innen aus dem Gesundheits- und/oder Sozialwesens.

 

Arbeitsformen: Wie arbeiten wir im Seminar?

Im Seminar wird in einem Wechsel von theoretischen Impulsen, Praxisreflexion, Selbsterfahrung, moderierter Plenumsdiskussion, Kleingruppen und Einzelreflexion gearbeitet. Konkrete Übungen in Rollenspielen können auch stattfinden und helfen, das Erlernte im geschützten Seminarrahmen in die eigene Arbeitsweise zu integrieren.

 

Termin und Arbeitszeiten

Montag, 22. Juni 2020, 09.30 – 12.30 u. 14.00 – 17.00 Uhr
Dienstag, 23. Juni 2020, 09.00 – 12.30 u. 14.00 – 17.00 Uhr

 

Für ganz Neugierige die passende Literatur

  • Sexuell deviantes Verhalten von Jugendlichen – Thomas Gruber
  • Sexuell grenzverletzende Kinder und Jugendliche – Peer Briken et al
  • Sexualisierte Gewalt durch Geschwister – Esther Klees und Torsten Kettritz
  • Täter und Taten als Informationsquellen – Anamnese und Fallarbeit – Rita Steffes

 

Kosten und Zahlungsmodalitäten

Teilnahmegebühr: 290,– €
Darin enthalten sind Pausengetränke (Kaffee, Tee, Mineralwasser). Die Kosten werden mit der Einladung zum Seminar (ca. 6 Wochen vor Beginn) in Rechnung gestellt. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular.

Für etwaige Übernachtungen tragen Sie bitte selber Sorge. Sie wünschen Unterstützung bei der Zimmersuche? Bitte melden Sie sich bei uns!

Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info. Eine von Ihnen beantragte Förderung wird zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet. Bitte beachten Sie dabei, dass bei Nichtbewilligung dieser Förderung der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr Ihnen nachträglich in Rechnung gestellt wird.

 

Anmeldung und Zulassung

Bitte melden Sie sich online (www.tandem-freiburg.org) oder mit beigefügtem Anmeldeformular an.
Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 14 Plätze vergeben.

Änderungen wegen Krankheit der Referent*innen oder mangelnder Teilnehmer*innenzahl sind manchmal unvermeidlich. Bei zu geringer Teilnehmer*innenzahl behalten wir uns vor, den Kurs drei bis vier Wochen vor Beginn abzusagen.

Wir empfehlen den Teilnehmenden, eine Seminarrücktrittversicherung abzuschließen, um einen unvorhergesehenen/ungeplanten Rücktritt kurz vor Seminarbeginn finanziell abzufedern.

Vertragspartner ist tandem PRAXIS & INSTITUT GbR, Freiburg
Geschäftsführer: Gabi Locherer, Jochen Leucht

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!

Fragen zur Veranstaltungsorganisation: Bei inhaltlichen Fragen:

Gisa Windhüfel

institut@tandem-freiburg.org

Jochen Leucht

leucht@tandem-freiburg.org

Telefon +49 (0) 761 – 45 89 56 33

Fax +49 (0) 761 – 45 89 56 37

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie besondere Unterstützung/Assistenz brauchen