DGSF-Fachtag Stirb und werde – die Wandlungskraft traumatischer Erfahrungen

DGSF-Fachtage bei tandem PRAXIS & INSTITUT

verfolgen das Ziel, Begegnung und Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft aus Feldern der sozialen Arbeit, der Pädagogik, Beratung, (Psycho-)Therapie und angrenzenden Disziplinen zu ermöglichen. Grundsätzliche Themen stehen dabei genauso auf der Agenda wie aktuelle Entwicklungen.

 

Stirb und werde. Die Wandlungskraft traumatischer Erfahrungen

Die Psychoanalytikerin und Traumatherapeutin Ursula Wirtz – bekannt geworden durch ihr Buch „Seelenmord. Inzest und Therapie“ – erweitert in ihrer 2018 erschienenen Publikation „Stirb und werde. Die Wandlungskraft traumatischer Erfahrungen“ die Bedeutung traumatischer Erfahrungen für eine Bewusstseinstransformation. Sie fordert uns heraus, unser Menschenbild neu zu hinterfragen, denn die Sinn-Such-Bewegungen nach zerbrochenem Selbst- und Weltbild, nach Fragmentierung und Dissoziation verweisen auf die Sehnsucht, wieder „ganz“ zu werden. Sie sind Teil eines spirituellen Weges erweiterter Erkenntnishorizonte. Chaotische Prozesse großer seelischer Not können schmerzhafte Reifungs- und Wandlungsprozesse in Gang setzen. Die zentralen Fragen des Buches lauten: Wie wird posttraumatisches Wachstum möglich? Wie können Körper, Geist und Seele in einem transformative Prozess Überwindungsleistungen vollbringen?

Das Buch wirft existenzielle Fragen auf, die aus der spirituellen, der klinischen und der mythologischen Perspektive betrachtet werden. Traumatherapeutische Konzepte und Behandlungsmethoden werden ergänzt durch die Beschreibung von Wegen aus der Zerstörung und deren symbolische Gestaltung. Die Bewältigungsversuche des Unbewältigbaren verweisen auf eine andere Wirklichkeitsdimension, in der Wunde und Weisheit eine Einheit bilden – und am tiefsten Punkt der Dunkelheit, am Abgrund kann ein Durchbruch zum Licht geschehen.

Was Ursula Wirtz über die Möglichkeiten einer solchen persönlichen Reifung und des Wiedereintauchens in den Lebensfluss nach traumatischen Erfahrungen denkt und schreibt, ist für Betroffene und Helfer*innen entwicklungsfördernd, lehrreich und inspirierend.
Was sind die konkreten Inhalte?

Am Fachtag zeigt Ursula Wirtz, wie Hoffnungshorizonte für Trauma-Überlebende eröffnet werden können. Mit Fallvignetten bebildert sie traumatisches Erleben, gibt Beispiele für die transformative Kraft des Leidens, die Bedeutung der heilenden Beziehung und erläutert das Paradigma posttraumatischen Wachstums.

 

Zielgruppe: An wen richtet sich der DGSF-Fachtag?

Der Fachtag richtet sich schulenübergreifend an Systemische Therapeut*innen, Psychotherapeut*innen, Sozialarbeiter*innen, Berater*innen und Pädagog*innen aus Arbeitsfeldern des Sozial- und Gesundheitswesens.

 

Fortbildungspunkte

Werden bei der PTK Baden-Württemberg beantragt.

 

Termin und Arbeitszeiten

Freitag, den 9. Oktober 2020 von 13.00 bis 18.00 Uhr.

 

Kosten

Teilnahmegebühr: 90,– € (80,– €) *
Darin enthalten sind Pausengetränke (Kaffee, Tee, Mineralwasser).
* Teilnehmer*innen und Absolvent*innen von mehrjährigen tandem-Kursen und DGSF-Mitglieder zahlen einen reduzierten Preis von 80,00 €.

Für etwaige Übernachtungen tragen Sie bitte selber Sorge. Sie wünschen Unterstützung bei der Zimmersuche? Bitte melden Sie sich bei uns!

Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info

 

Programm

13.00 Jochen Leucht Begrüßung – Eröffnung – Rahmung
Ursula Wirtz

“Stirb und Werde. Die Wandlungskraft traumatischer Erfahrungen“

Identitätsverlust und die transformative Kraft des Leidens. Was braucht es, um ein Trauma zu transzendieren?

anschl. moderierte Plenumsdiskussion
Ursula Wirtz

„Heil werden – von der Ganzheit im Gebrochenen“

Spiritualität. Die Suche nach Sinn und Werten in traumatischen Sinnkrisen

anschl. Gruppenarbeit und moderierte Plenumsdiskussion
15.00 – 15.30 Kaffeepause
15.30 Ursula Wirtz

„Wunde und Weisheit“

Wandlungsenergie und das Paradigma posttraumatischen Wachstums

Gruppenarbeit zu Weisheitskompetenzen
Ursula Wirtz

„Vom Guten des Bösen. Wege aus der Zerstörung.

Kunst und symbolische Gestaltungen als Verarbeitungsprozesse traumatischen Erlebens

Moderierte Plenumsdiskussion
18.00 Jochen Leucht Verabschiedung

 

 

Anmeldung und Zulassung

Bitte melden Sie sich online (www.tandem-freiburg.org) an. Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 35 Plätze vergeben.

Vertragspartner ist tandem PRAXIS & INSTITUT GbR, Freiburg
Geschäftsführer: Gabi Locherer & Jochen Leucht

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!

Fragen zur Veranstaltungsorganisation: Bei inhaltlichen Fragen:

Gisa Windhüfel

institut@tandem-freiburg.org

Jochen Leucht

leucht@tandem-freiburg.org

Telefon +49 (0) 761 – 45 89 56 33

Fax +49 (0) 761 – 45 89 56 37

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie besondere Unterstützung/Assistenz brauchen