DGFS-Fachtag Kann sich das Bewusstsein bewusst sein?

Neue Ansätze zur Frage des Bewusstseins und die Konsequenzen für Beratung, (Psycho-)Therapie und Pädagogik
Nur noch wenige Plätze frei!

DGSF-Fachtage bei tandem PRAXIS & INSTITUT

verfolgen das Ziel, Begegnung und Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft aus Feldern der sozialen Arbeit, der Pädagogik, Beratung und (Psycho-)Therapie zu ermöglichen. Grundsätzliche Themen stehen dabei genauso auf der Agende wie aktuelle Entwicklungen aus den o.g. Arbeitsfeldern.

Kann sich das Bewusstsein selbst bewusst sein? Welche Konsequenzen haben verschiedene Antworten auf diese Frage für die praktische Arbeit?

Die Frage nach der Natur des „Bewusstseins“ hat in neuerer Zeit die etwas altmodisch scheinende Frage nach der „Seele“ abgelöst. Die moderne Neurowissenschaft und der implizite Konsens einer schweigenden Mehrheit scheint nahezulegen: Bewusstsein entsteht aus der Aktivität des Gehirns. Manche meinen sogar, eigentlich ist das Bewusstsein nur ein Trick des Gehirns, um zu verschleiern, dass wir keine Handelnden, sondern mehr oder weniger stark kausal gesteuerte biologische Automaten sind. Daher sei das „Ich“ nur eine Chimäre. Aber schon wenn man dem Satz „Das Ich gibt es nicht“ nachspürt und fragt: Wer sagt das? Und ihn umformuliert in „Ich sage Euch, das Ich gibt es nicht“ merkt man, dass man sich in Widersprüche verstrickt.

Im Rahmen des DGSF-Fachtages gehen wir verschiedenen modernen Versuchen nach, das Bewusstseinsproblem zu lösen, fragen uns, wie verschiedene spirituelle Traditionen diese Frage beantworten und überlegen, welche praktischen Konsequenzen diese unterschiedlichen Antworten auf die Arbeit mit Menschen haben. Welche Konsequenz hätte es für die Beratung, (Psycho-)Therapie und Pädagogik, wenn Freiheit und die Fähigkeit, sich zu entscheiden, eine Chimäre sind? Welche Voraussetzungen machen wir (immer schon), wenn wir Menschen Änderungspotenzial zutrauen? Was heißt es, wenn wir mit anderen versuchen, deren „wahren Kern“ aufzuspüren?

 

Was sind die konkreten Inhalte?

Harald Walach stellt im Rahmen des DGSF-Fachtages die neueren Ansätze zur Frage des Bewusstseins vor und beleuchtet sie kritisch. Der Stand der momentanen Fachdiskussion wird in einer Weise beleuchtet, dass sie allgemein verständlich ist. Vor allem die Frage, ob die Neurowissenschaft mit ihrem impliziten materialistischen Denkmodell tatsächlich einer Lösung der Frage nach dem Bewusstsein nahe kommt und nahe kommen kann, wie viele meinen, wird kritisch beleuchtet, auch anhand neuerer Daten zum Libet-Experiment und anderer empirischer Sachverhalte. Schließlich werden andere Modelle vorgestellt, die aus östlichen und westlichen spirituellen Traditionen stammen und mit der momentanen Mainstreamhaltung kontrastiert. Eine Mischung aus kurzen Beiträgen und Gruppenarbeit wird die Inhalte vertiefen.

Welche Auswirkungen haben die neuen Ansätze zur Frage des Bewusstseins für Beratung, (Psycho-)Therapie und Pädagogik? Diese Frage steht im Zentrum der Gespräche am DGSF-Fachtag.

 

Zielgruppe: An wen richtet sich der DGSF-Fachtag?

Der Fachtag richtet sich schulenübergreifend an Therapeut*innen, Psychotherapeut*innen, Sozialarbeiter*innen, Berater*innen und Pädagog*innen aus Arbeitsfeldern des Sozial- und Gesundheitswesens.

 

Fortbildungspunkte

Werden bei der PTK Baden-Württemberg beantragt.

 

Termin und Arbeitszeiten

Freitag, den 15. Februar 2019 von 13.00 bis 18.00 Uhr.

 

Programm

13.00 Jochen Leucht Begrüßung – Eröffnung – Rahmung
Harald Walach

Impuls

Geist in der Flasche, Materialismus auf dem Tisch

Die Geschichte und die Logik der modernen Mainstreamhaltung einer Reduktion des Bewusstseins und des Geistigen auf materielles Geschehen im Gehirn wird vorgestellt. Welche Konsequenzen hat sie? Welches sind ihre Voraussetzungen?

Harald Walach

Impuls

„Wie plausibel sind materialistische Modelle? Daten, Probleme, Fragen“

Daten, die sich gegen diesen Ansatz sträuben: parapsychologische und spirituelle Erfahrungen, die Erfahrung des Willens und die simple Logik;

anschl. Mini-Konferenzen, Plenumsdiskussion

15.00 – 15.30 Kaffeepause
15.30 Harald Walach

Impuls

„Kausale Geschlossenheit, Determinismus, Freiheit“

Moderne  nichtlineare, systemtheoretische Ansätze zeigen, dass das Bild eines kausal geschlossenen Universums falsch ist. Unsere Selbsterfahrung lehrt uns: Wir können Nein sagen und uns einer vermeintlichen Bestimmung von innen oder außen widersetzen. Jeder Hungerstreikende oder Fastende beweist, dass Freiheit keine reine Chimäre ist. Welche Konsequenzen hat das?

Anschließend Mini-Workshops, Plenumsdiskussion

Harald Walach

Impuls

„Geist-Bewusstsein-Seele“

Vielleicht müssen wir unsere konzeptuelle Diskussion erweitern? Wir blicken in einige kulturell verschiedene Vorstellungen aus der westlichen und östlichen Tradition, um besser zu verstehen, wie wir einen Begriff des Bewusstseins fassen können, der den Phänomenen besser entspricht und überlegen, welche Konsequenzen jede Haltung in dieser Frage für den Umgang mit Menschen hat.

Anschließend Mini-Konferenzen, Plenumsdiskussion

18.00 Verabschiedung

 

Kosten

Teilnahmegebühr: 70,– € (reduziert: 60,– €) *
Darin enthalten sind Pausengetränke (Kaffee, Tee, Mineralwasser).

* Teilnehmer*innen und Absolvent*innen von mehrjährigen tandem-Kursen und DGSF-Mitglieder zahlen einen reduzierten Preis von 60,00 €.

Für etwaige Übernachtungen tragen Sie bitte selber Sorge. Sie wünschen Unterstützung bei der Zimmersuche? Bitte melden Sie sich bei uns!

Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info

 

Zahlungsmodalitäten

Die Kosten werden mit der Einladung zum Fachtag (ca. 6 Wochen vor Beginn) in Rechnung gestellt. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular.

 

Anmeldung und Zulassung

Bitte melden Sie sich online (www.tandem-freiburg.org) oder schriftlich mit beigefügtem Anmeldebogen an.

Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 35 Plätze vergeben.

Vertragspartner ist tandem PRAXIS & INSTITUT GbR, Freiburg
Geschäftsführer: Gabi Locherer & Jochen Leucht

 

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!

Fragen zur Veranstaltungsorganisation: Bei inhaltlichen Fragen:

Gisa Windhüfel

institut@tandem-freiburg.org

Jochen Leucht

leucht@tandem-freiburg.org

Telefon: +49 (0) 761 – 45 89 56 33
Fax: +49 (0) 761 – 45 89 56 37
Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie besondere Unterstützung/Assistenz brauchen.