Aufsuchende Arbeit mit Familien

Grundlagenwissen, Chancen und Herausforderungen

Aufsuchende Arbeit mit Familien: Grundlagenwissen, Chancen und Herausforderungen

„Wo keine Hoffnung ist, muss man sie erfinden.“ Diesen Satz von Francisco Goya hat die Systemikerin Marie-Luise Conen als Titel für ihr Standardwerk zur Aufsuchenden Familientherapie (AFT) gewählt. Darin beschreibt sie wichtige Grundhaltungen und Aspekte der Arbeit, die sich gewinnbringend auch auf nicht-therapeutische Aufgabenfelder übertragen lassen.
Das Seminar greift das Prinzip Hoffnung auf und gibt wertvolle Hinweise zur Stärkung der Resilienz von Kindern, Jugendlichen und Familien. Es vermittelt Anhaltspunkte zur Gestaltung einer tragfähigen Arbeitsbeziehung und einer qualifizierten Netzwerkarbeit im aufsuchenden Kontext. Die Bedeutung einer gemeinsamen Auftragsklärung und Zielfindung wird ebenso behandelt wie die Notwendigkeit einer wertschätzenden Konfrontation. Ergänzend werden die Besonderheiten einer Beratung und Begleitung im Zwangskontext und im Bereich der Kindeswohlgefährdung erörtert.
Damit wendet sich das Seminar an alle Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagogen*innen sowie Psycholog*innen und Vertreter*innen des Gesundheitswesens, deren Aufgabengebiet eine familienunterstützende aufsuchende Tätigkeit umfasst.

 

Was sind die konkreten Inhalte?

  • Sie reflektieren über die besonderen Bedingungen Ihrer aufsuchenden Tätigkeit, deren Chancen wie auch deren herausfordernde Aspekte.
  • Sie setzen sich mit dem Prinzip Hoffnung und dem Thema Resilienz auseinander und erhalten Hinweise, wie sie Familien in scheinbar aussichtslosen            Krisenzeiten ressourcenorientiert begleiten, beraten und nachhaltig stärken können.
  • Sie reflektieren über die Besonderheit Ihrer Arbeitsbeziehungen im aufsuchenden Setting und die professionelle Gestaltung von Nähe und Distanz.
  • Sie erlangen ein Verständnis von der Bedeutung einer qualifizierten Netzwerkarbeit, die Familien in ihrer Verantwortung und Steuerungsfähigkeit stärkt.
  • Sie erhalten wichtige Anhaltspunkte, wie eine gemeinsame Auftragsklärung, eine realistische Zielformulierung sowie eine wertschätzende Konfrontation gelingen können.
  • Sie reflektieren über die Besonderheiten einer aufsuchenden Arbeit im Zwangskontext und im Bereich der Kindeswohlgefährdung.

 

Für ganz Neugierige die passende Literatur

Marie-Luise Conen: Wo keine Hoffnung ist, muss man sie erfinden. Aufsuchende Familientherapie. Carl-Auer-Verlag

 

Wie wird gearbeitet?

Im Seminar wird im Wechsel aus theoretischen Impulsen, Selbst- und Praxisreflexion, Kleingruppenarbeit und Plenumsdiskussion gearbeitet. Das Einbringen von Fällen aus dem eigenen beruflichen Kontext ist erwünscht und vereinfacht den Transfer in die Praxis.

 

Termin und Arbeitszeiten

Freitag,    11. Februar 2022, 13.00-16.30 und 18.00-20.00 Uhr
Samstag, 12. Februar 2022, 09.00-12.30 und 14.00-17.00 Uhr

 

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Das Seminar wendet sich an Kolleginnen und Kollegen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, deren Aufgabengebiet eine familienunterstützende aufsuchende Tätigkeit umfasst.

 

Lernort

wispo-tandem-Institut, Wintererstraße 4, 79104 Freiburg

 

Kosten und Zahlungsmodalitäten

Teilnahmegebühr: 290,– €
Darin enthalten sind Pausengetränke (Kaffee, Tee, Mineralwasser). Die Kosten werden in der Regel 4 Wochen vor Beginn in einer Summe fällig.. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular.

Für etwaige Übernachtungen tragen Sie bitte selber Sorge. Sie wünschen Unterstützung bei der Zimmersuche? Bitte melden Sie sich bei uns!

Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info. Eine von Ihnen beantragte Förderung wird zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet. Bitte beachten Sie dabei, dass bei Nichtbewilligung dieser Förderung der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr Ihnen nachträglich in Rechnung gestellt wird.

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich online (www.systemisches-zentrum.de) an. Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 14 Plätze vergeben.

Änderungen wegen Krankheit der Referent*innen oder mangelnder Teilnehmer*innenzahl sind manchmal unvermeidlich. Bei zu geringer Teilnehmer*innenzahl behalten wir uns vor, das Seminar drei bis vier Wochen vor Beginn abzusagen.

Wir empfehlen den Teilnehmenden, eine Seminarrücktrittversicherung abzuschließen, um einen unvorhergesehenen/ungeplanten Rücktritt kurz vor Seminarbeginn finanziell abzufedern.

Vertragspartner ist wispo AG, Wiesbaden

 

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!

Telefon +49 (0) 761 – 45 89 56 33

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie besondere Unterstützung/Assistenz brauchen.