Alles Eltern?! – Regenbogenfamilien, Co-Eltern- und Mehrelternfamilien in Beratung und Therapie

Ressourcen neuer Elternschaftsmodelle entdecken

Alles Eltern?!

Die systemische Beratung und Therapie ist in ihren Grundzügen ein konstruktivistisches Verfahren, das Konzepte hinterfragt und Abweichungen von der Norm zulässt. Elternschaft bleibt jedoch in der Theorie und Methodik auf ein klassisches Elternbild reduziert.

Gelebte Elternschaft ist jedoch weitaus vielfältiger. Regenbogenfamilien, Co-Eltern oder Mehrelternfamilien leben mit ihren Kindern zusammen und stoßen in der Erziehung auf ähnliche Herausforderungen wie traditionelle Familien. In psychosozialen Beratungs- und Therapiekontexten werden diese Familienformen wenig berücksichtig oder stoßen auf Unsicherheiten und Vorbehalte bei Berater*innen und Therapeut*innen.

Das Seminar entdeckt Ressourcen neuer Elternschaftsmodelle, beschäftigt sich mit der Frage, wie diese Elternschaftsmodelle in der Praxis besser integriert und Willkommenssignale gesetzt werden können.

 

Inhalte und Ziele des Seminars

Sie arbeiten in ambulanten, stationären und / oder teilstationären psychosozialen Versorgung und haben Interesse, sich zum Thema Gleichstellung und LGBTIQ* weiterzubilden? Sie sind neugierig auf neue Familienformen und sind auf der Suche nach für Beratung und Therapie relevanter Expertise zu Regenbogenfamilien, Co-Elternschaft und Mehrelternschaft? Sie suchen Wege, um dieses sensible Thema auf institutioneller Ebene zur Sprache zu bringen und Sie wollen Ihre eigene beraterische und therapeutischen Praxis reflektieren und erweitern? Dann sind Sie bei uns willkommen!

Im Seminar wird vor dem Hintergrund der typisch systemischen Grundannahmen gearbeitet; es bietet einen Überblick über die aktuelle rechtliche und soziale Situation von verschiedenen Elternschaftsformen. Dabei werden Herausforderungen im beraterischen oder therapeutischen Prozess beleuchtet und ein ressourcenorientierter Blick erarbeitet. Die eigenen Werte und Annahmen zu Elternschaft werden reflektiert, um wissenschaftliche Erkenntnisse erweitert und auf die Beratungspraxis mit verschiedenen Elternschaftsformen übertragen. Die Teilnehmenden werden sensibilisiert, die eigenen blinden Flecken zu erkennen und eine neugierige, wertschätzende Haltung gegenüber vielfältigen Elternschaftsformen zu entwickeln und in das eigene beraterische und therapeutische Tun zu integrieren.

 

Wie wird gearbeitet?

Das Seminar lebt von vielen verschiedenen Fallvignetten und Geschichten von Betroffenen, sodass die Teilnehmenden einen guten Eindruck vom Familienleben erhalten. Im Wechsel wird es theoretische Einheiten, Selbstreflexion und Kleingruppenarbeit geben. Das wohlwollende und wertschätzende Miteinander im geschützten Seminarraum ist eine Selbstverständlichkeit, sodass verschiedene Wissensstände und Reflexionsprozesse gut zusammengefügt und miteinander gelernt werden kann.

 

Termin und Arbeitszeiten

Beginn: Freitag, 29. April 2022, 09.30 – 12.30 und 14.00 -17.00 Uhr
Ende: Samstag, 30. April 2022 09.00 – 12.30 und 14.00 -16.30

 

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Das Seminar richtet sich an Praktiker*innen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, die in der ambulanten, stationären und/oder teilstationären psychosozialen Versorgung tätig sind und sich zum Thema Gleichstellung und LGBTIQ* weiterbilden wollen. Sie sind neugierig auf neue Familienformen und sind auf der Suche nach für Beratung und Therapie relevanter Expertise zu Regenbogenfamilien, Co-Elternschaft und Mehrelternschaft? Dann sind Sie bei uns willkommen.

 

Lernort

Das Onlineseminar findet auf der Videokonferenzplattform Zoom statt. Die Zugangsdaten werden rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung per E-Mail an die Teilnehmenden geschickt – und vor Beginn des Onlineseminars werden die Tools und Funktionen auf der Videokonferenzplattform genau erklärt und vorgeführt.

 

Technik und Ausstattung

Die Teilnehmer*innen benötigen einen internetfähigen Rechner (z. B. Laptop), einen Internetzugang, eine (integrierte) Webcam sowie ein Headset mit Mikrofon oder einen Konferenzlautsprecher. Es empfiehlt sich aktuelle Betriebssysteme/Software auf dem Rechner zu nutzen, um an den Videokonferenzen teilnehmen zu können sowie Dokumente lesen und bearbeiten zu können.


Kosten und Zahlungsmodalitäten

Teilnahmegebühr: 290,– €
Die Kosten werden in der Regel 4 Wochen vor Beginn in einer Summe fällig.
Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular. Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info. Eine von Ihnen beantragte Förderung wird zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet. Bitte beachten Sie dabei, dass bei Nichtbewilligung dieser Förderung der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr Ihnen nachträglich in Rechnung gestellt wird.

 

Anmeldung

Bitte melden Sie sich online (www.systemisches-zentrum.de) an. Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 18 Plätze vergeben.

Änderungen wegen Krankheit der Referent*innen oder mangelnder Teilnehmer*innenzahl sind manchmal unvermeidlich. Bei zu geringer Teilnehmer*innenzahl behalten wir uns vor, das Seminar drei bis vier Wochen vor Beginn abzusagen.

Wir empfehlen den Teilnehmenden, eine Seminarrücktrittversicherung abzuschließen, um einen unvorhergesehenen/ungeplanten Rücktritt kurz vor Seminarbeginn finanziell abzufedern.
Vertragspartner ist wispo AG, Wiesbaden

 

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!
Telefon +49 (0) 761 – 45 89 56 33
Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie besondere Unterstützung/Assistenz brauchen.