Wozu wir Theorie brauchen

Theoretische Perspektiven zur Erhellung der eigenen Praxis
Bereits abgeschlossen!

Keine Angst vor (systemischer) Theorie

Die Entwicklung der systemischen Therapie ging mit einer stürmischen theoretischen Entwicklung einher. Kybernetik erster und zweiter Ordnung, radikaler und weniger radikaler Konstruktivismus, Sozialer Konstruktionismus, Theorie problemdeterminierter Systeme, die Luhmannsche Systemtheorie, Synergetik und vieles mehr beeinflussten den Diskurs im systemischen Feld nachhaltig. In den ersten Jahren dieses Jahrhunderts flachte das theoretische Interesse im Zuge der Bemühungen um die Anerkennung als Richtlinienverfahren einerseits und einer immer stärkeren Zunahme von Interesse für Technik, Tools und Methoden immer mehr ab. Das scheint sich momentan wieder etwas zu ändern, spielt doch die theoretische Fundierung für die Erarbeitung einer systemischen Haltung eine entscheidende Rolle.

 

Was sind die konkreten Inhalte?

Theorie ist nicht jedermanns Sache und viele haben mit der Vermittlung von Theorie schlechte bis traumatische Erfahrungen gemacht. Das Seminar wird aber zeigen, dass Theorie nicht nur sehr spannend sein, sondern auch Spaß machen kann. Das Seminar ermöglicht die Beschäftigung mit der Frage, welche theoretischen Optionen unterschiedlicher Reichweite zu welchen praktischen (und theoretischen) Konsequenzen führen – und was womöglich dadurch auch ausgeschlossen wird. Dabei geht es weniger um die Darstellung und das Referieren von relevanten Theorien, also nicht um Dinge, die man auch selbst lesen kann, sondern vor allem um die Auseinandersetzung mit der Frage, wozu wir Theorien brauchen, inwieweit eine theoretische Perspektive die eigene Praxis erhellen kann und welche theoretischen Fragen sich aus der praktischen Beschäftigung mit therapeutischen und anderen professionellen Kontexten ergeben etc. Die Klärung eigener Liebes- und Hassgeschichten mit Theorien und Theoriearbeit soll dabei nicht ausgespart bleiben.

 

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Die Klärung kniffliger Fragestellungen mit Theoriearbeit steht im Mittelpunkt des Seminars. Wenn Sie Ihr Tun mit fundierter theoretischer Begründung unterfüttern wollen, dann sind Sie im Seminar herzlich willkommen!

 

Arbeitsformen: Wie arbeiten wir im Seminar?

Tom Levold liefert in kurzen Impulsreferaten kompakte Einführungen in die zentralen Konzepte und Ideen der Systemtheorie und verwandter Theorien. Ausgehend von Ihren konkreten Fragestellungen und Fallberichten wird in Gesprächen Theorie erfahrbar gemacht. Im Seminar wird in einem Wechsel von Theorieimpulsen und Praxisreflexion gearbeitet. Moderierte Plenumsdiskussionen, Kleingruppen- und Einzelreflexionen runden das Seminar ab.

 

Termin und Arbeitszeiten

Beginn:         Mittwoch, 13. April 2016,             10.30 bis 12.30 & 14.00 bis 18.00 Uhr

Ende:             Donnerstag, 14. April 2016,        09.00 bis 12.30 & 14.00 bis 16.30 Uhr

 

Fortbildungspunkte

sind bei der Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt.

 

Für ganz Neugierige die passende Literatur

Tom Levold, Michael Wirsching: Systemische Therapie und Beratung – Das große Lehrbuch. Carl-Auer-Verlag, 2014

 

Kosten

Teilnahmegebühr: 280,– €. Darin enthalten sind Pausenkaffee und Seminargetränke.

Für etwaige Übernachtungen tragen Sie bitte selber Sorge. Sie wünschen Unterstützung bei der Zimmersuche? Bitte melden Sie sich bei uns!

Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info

Eine von Ihnen beantragte Förderung wird zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet. Bitte beachten Sie dabei, dass bei nicht Bewilligung dieser Förderung der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr Ihnen nachträglich in Rechnung gestellt wird.

 

Zahlungsmodalitäten

Die Kosten werden mit der Einladung zum Seminar (ca. 6 Wochen vor Beginn) in Rechnung gestellt. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular.

 

Anmeldung und Zulassung

Bitte melden Sie sich schriftlich mit beigefügtem Anmeldebogen an.  Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 20 Plätze vergeben.

 

Vertragspartner ist tandem PRAXIS & INSTITUT GbR, Freiburg

Geschäftsführer: Gabi Locherer & Jochen Leucht

 

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!

 

Fragen zur Veranstaltungsorganisation: Bei inhaltlichen Fragen:

Kerstin Bartel

institut@tandem-freiburg.org

Jochen Leucht

leucht@tandem-freiburg.org