Hochstrittige Eltern und Hochkonfliktfamilien

Grundlagen und Praxis der Hochkonfliktberatung
Nur noch wenige Plätze frei!

Anhaltend hohe Konflikte nach Trennung und Scheidung

betreffen nur einen geringen Teil der Trennungsfamilien. Sogenannten Hochkonfliktfamilien, in denen Beratungsangebote und juristische Interventionen mehrfach gescheitert sind, werden allerdings immer mehr zur Herausforderung für Familiengerichte und psychosoziale Hilfen. Sie beschäftigen die Scheidungs-professionen auch deshalb besonders stark, weil zunehmend deutlich wird, wie sehr die Kinder unter diesen Elternkonflikten leiden. Entsprechend wurden in den letzten Jahren in unterschiedlichen Bereichen gezielt Interventionen entwickelt, die solchen eskalierenden und anhaltenden Konflikten entgegenwirken sollen.

 

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Seminar?

  • Sie erlangen Kenntnisse über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung im Kontext Hochkonfliktfamilien
  • Sie erhalten Hinweise zur Gestaltung des Settings für die beraterische und/oder therapeutische Arbeit mit Hochkonfliktfamilien
  • Sie erlernen Basistechniken für die beraterische und/oder therapeutische Arbeit in schwierigen Überweisungskontexten
  • Sie lernen Konzepte für den Einbezug der Kinder in den Beratungsprozess kennen
  • Sie gewinnen wertvolle Erkenntnisse zur Selbstfürsorge in diesem anspruchsvollen Arbeitsfeld

 

Was sind die konkreten Inhalte?

Am ersten Seminartag stellt Ihnen Herr Dr. Jörg Fichtner folgende Grundlagen für die beraterische Arbeit mit Hochkonfliktfamilien vor:

  • aktueller Stand der wissenschaftlichen Forschung im Kontext Hochkonfliktfamilien
  • rechtliche Voraussetzungen
  • systemische Unterscheidung von Recht und Beratung
  • Wissen über Belastungen von Eltern und Kindern in Hochkonfliktfamilien,
  • aber auch Wissen um deren Erleben von Interventionen sowie
  • Vorschläge zur Strukturierung von Hochkonfliktberatung und von Kooperation

Am zweiten Seminartag stellt Ihnen Frau Katrin Normann das Praxismodell des Familien-Notrufs München vor. Neben der Frage nach den adäquaten Settings für die Arbeit mit Hochkonfliktfamilien stehen in diesem Konzept drei Aspekte im Vordergrund:

  • Der besondere Wert der Kontraktbildung zwischen Klient(inn)en und Berater(inn)en wird erläutert. Entscheidend in der Kontraktphase sind verschiedene diagnostische Aspekte (Diagnostik des elterlichen Konflikts, Diagnostik von Kindern aus Konfliktfamilien). Diese werden im Seminar vorgestellt und anhand von Praxisbeispielen erprobt und diskutiert.
  • Konzepte zum Einbezug der Kinder werden vorgestellt und auf die Anwendungsmöglichkeit in der eigenen Praxis diskutiert.
  • Es wird über mögliche Chancen und Grenzen der Kooperation mit allen Prozessbeteiligten im gerichtlichen Verfahren diskutiert.

Übergreifend wird an beiden Seminartagen die eigene Haltung als Berater(in) in der schwierigen und anspruchsvollen Arbeit mit Hochkonfliktfamilien immer wieder Thema sein.

 

Zielgruppe: An wen richtet sich das Seminar?

Das Seminar richtet sich schulenübergreifend an Therapeut(inn)en, Psychotherapeut(inn)en, Berater(inn)en und Pädagog(inn)en, die mit sogenannten „Hochkonfliktfamilien“ therapeutisch, beraterisch oder pädagogisch arbeiten.

 

Arbeitsformen: Wie arbeiten wir im Seminar?

  • Theorieimpulse
  • angeleitete Rollenspiele
  • praktische Übungen (im Plenum und in Kleingruppen)
  • Selbstreflektion

 

Teilnehmerzahl

Am Seminar können maximal 18 Personen teilnehmen.

 

Termin und Arbeitszeiten

Beginn: Donnerstag, 27. Juli 2017, 9.30–12.30 und 14.00–17.00 Uhr
Ende: Freitag, 28. Juli 2017, 9.00–12.30 und 14.00–17.00 Uhr

 

Fortbildungspunkte

werden bei der Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg bei Bedarf beantragt. Bitte vermerken Sie Ihr Interesse unter „Bemerkungen“ auf dem Anmeldebogen.

 

Für ganz Neugierige

  • Dietrich, Fichtner, Halatcheva & Sandner (2010): Arbeit mit hochkonflikthaften Trennungs- und Scheidungsfamilien: Eine Handreichung für die Praxis. München: DJI
  • Menn & Weber (Hrsg.): Chancen und Grenzen der Mediation in der Arbeit mit Hochkonflikt-Familien. Daraus Katrin Norman u.a.: Professionelle Kooperation zum Wohle des Kindes (S. 173-190). Weinheim: Juventa
  • Walper, Fichtner & Normann (2013). Hochkonflikthafte Trennungsfamilien: Forschungsergebnisse, Praxiserfahrungen und Hilfen für Scheidungseltern und ihre Kinder. Weinheim: Juventa

 

Kosten

Teilnahmegebühr: 260,– €

Darin enthalten sind Pausenkaffee und Seminargetränke. Für das Mittagessen finden Sie zahlreiche Restaurants fußläufig in der näheren Umgebung. Für Pausen-verpflegung bitten wir Sie selbst zu sorgen.

Für etwaige Übernachtungen tragen Sie bitte selber Sorge. Sie wünschen Unterstützung bei der Zimmersuche? Bitte melden Sie sich bei uns!

Einzelheiten zur Fördermöglichkeit für Ihre Teilnahme erfahren Sie unter: http://www.bildungspraemie.info

Eine von Ihnen beantragte Förderung wird zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet. Bitte beachten Sie dabei, dass bei nicht Bewilligung dieser Förderung der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr Ihnen nachträglich in Rechnung gestellt wird.

 

Zahlungsmodalitäten

Die Kosten werden mit der Einladung zum Seminar (ca. 6 Wochen vor Beginn) in Rechnung gestellt. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular.

Sie wünschen Beratung? Bitte melden Sie sich!

Fragen zur Veranstaltungsorganisation: Bei inhaltlichen Fragen:

Gisa Windhüfel

institut@tandem-freiburg.org

Jochen Leucht

leucht@tandem-freiburg.org

Telefon    +49 (0) 761 – 45 89 56 33
Fax    +49 (0) 761 – 45 89 56 37
Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie besondere Unterstützung/Assistenz brauchen.