4. Kurs „Systemisch-integrative Supervision“ (Anerkennung von DGSF und DGfB)

Kurs in sechs Abschnitten
Veranstaltung ausgebucht

Systemisch-integrative Supervision

erfährt als Bestandteil von Qualitätssicherung und Organisationsentwicklung zunehmend an Bedeutung. Und dies nicht ausschließlich im Sozial- und Gesundheitsbereich, sondern auch in Wirtschaftsunternehmen. Dementsprechend wächst die Nachfrage nach SupervisorInnen mit fundierter Qualifikation. Auf der Basis systemischer Konzepte, langjähriger Erfahrungen als SupervisorInnen und OrganisationsberaterInnen und unter Berücksichtigung der Richtlinien der DGSF bietet das „Institut für Systemische Weiterbildung, Freiburg“ einen theoretisch fundierten und gleichermaßen praxisorientierten Kurs an.

Systemische Supervision ist eine arbeitsweltlich orientierte Beratung mit der Aufgabe, Einzelne, Gruppen oder Teams zu individueller und sozialer Selbstreflexion zu befähigen. Ziel ist neben der Überprüfung und Optimierung des fachlich-beruflichen und methodischen Handelns die Persönlichkeitsentwicklung. Sie nimmt als etablierte Methode und spezifisches Beratungsverfahren Individuen in ihren Sozialsystemen und deren Wechselwirkungen in den Blick.
Supervision zeichnet sich durch ein großes Methodenrepertoire aus und wird u. a. durch konstruktivistische Denk- und Handlungsansätze, lösungsorientierte Techniken, Ressourcenorientierung, Wertschätzung und systemische Grundannahmen zur systemischen Supervision.

Die Weiterbildung in Systemisch-integrativer Supervision knüpft an vorhandenen Fertigkeiten und Kompetenzen der TeilnehmerInnen an. Über die entwicklungsorientierte Auseinandersetzung mit einem breiten Spektrum supervisionsrelevanter Themen und Inhalte verfügen die KursteilnehmerInnen nach Abschluss des Kurses über Handlungskompetenzen im Tätigkeitsfeld Supervision.

Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Curriculum berechtigt zur Beantragung des DGSF-Zertifikats „Systemische Supervision (DGSF)“. Einzelaufnahmeverfahren beim BSO (Berufsverband für Coaching, Supervision und Organisationsberatung) in der Schweiz sind möglich.

 

Zielsetzung und Inhalte

Inhaltliche Schwerpunkte sind:

  • Grundlagen von Supervision: Theoretische Basiskonzepte, Geschichte, Ethik, Supervision als Beruf, Systemtheorie, Organisationstheorie, Gruppendynamik
  • Systemische Modelle für die Beschreibung und Erklärung von Prozessen, Dynamiken und Konflikten im beruflichen Kontext, von kommunikativen Mustern, Organisations- und Beziehungsstrukturen sowie von Ressourcen und Lösungskompetenzen
  • Didaktische und methodische Vorgehensweisen in verschiedenen Settings
  • Die Vernetzung von KlientInnen, KundInnen, MitarbeiterInnen und Leitungs-/Führungskräften innerhalb ihrer Organisation im gesellschaftlichen Kontext
  • Einführung in das Konzept der Scham- und Schamabwehr samt Bedeutung für die Supervision
  • Einführung in das Konzept der Achtsamkeit und Selbstfürsorge: Burn-out-Prophylaxe in therapeutischen Arbeitsfeldern

 

Arbeitsformen

Die Kursgruppe ist exemplarisches Erfahrungs- und Lernfeld für relevante Themen der systemischen Supervision. Die Lernprozesse im Kurs werden in verschiedensten Settings und Formen gestaltet: Theorievermittlung, Demonstration, moderierte Plenumsdiskussion, Kleingruppenarbeit, Selbsterfahrung in geschütztem Rahmen, Rollenspiele mit Feedbacksequenzen, Praxisreflexion und Präsentationen. Die Kursabschnitte sind handlungsorientiert und selbsterfahrungsbezogen konzipiert. Besonderes Anliegen ist die Entwicklung eines eigenen supervisorischen Arbeitsstils. Dazu gehört die Reflexion eigener Ressourcen, Grenzen und der Werthaltung.

 

Zielgruppe und Zugangsvoraussetzungen

Das Kursangebot richtet sich an Personen, die einen Abschluss in „Systemischer Supervision (DGSF)“ anstreben. Folgende Voraussetzungen müssen bei Beginn der Weiterbildung erfüllt sein:

  1. Hochschulabschluss  und Abschluss einer DGSF/SG-anerkannten Weiterbildung „Systemische Beratung / Therapie / Coaching / Organisationsentwicklung“ oder Hochschulabschluss und Abschluss einer anderen Weiterbildung im Spannungsfeld von Person, Rolle und Institution, z. B. eine Beratungs- oder Therapieweiterbildung, Umfang mind. 300 UE, als auch eine systemische Fortbildung mit einem Umfang von mind. 100 UE
    oder
    qualifizierter Berufsabschluss (mind. 3-jährige Berufsausbildung) und mind. 5- jährige Berufstätigkeit und Abschluss einer DGSF-/SG-anerkannten Weiterbildung „Systemische Beratung / Therapie / Coaching / Organisationsentwicklung“
  2.  Möglichkeit zur Umsetzung von Systemischer Supervision während der Weiterbildung

 

Ausnahmeregelung

Bei Nichterfüllung einzelner Kriterien sind in begründeten Einzelfällen Ausnahmen möglich. Ausnahmeregelungen können durch das Weiterbildungsinstitut beim Fort- und Weiterbildungsausschuss der DGSF beantragt werden.

 

Ihre Qualifikation
Die TeilnehmerInnen erhalten nach erfolgreichem Abschluss des Kurses und bei Erfüllung aller Voraussetzungen (siehe unten) ein Zertifikat, das von tandem, PRAXIS & INSTITUT,  vergeben wird. Weiterhin können sie bei der DGSF (www.dgsf.org) die Anerkennung als „Systemische/r Supervisor/in (DGSF)“ beantragen. Einzelaufnahmeverfahren beim BSO (www.bso.ch) sind möglich.

 

Voraussetzungen für das Zertifikat

Das Zertifikat wird erteilt, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  1. Teilnahme am Einführungstag (10 UE)
  2. Teilnahme an allen 6 Kursblöcken (insgesamt 250 UE Theorie & Methodik)
  3. Die Selbstreflexion umfasst 50 UE, bezieht sich auf die aktuelle Berufs- und Lebenssituation und ist in den Kurs integriert.
  4. Teilnahme an 100 UE fortlaufende begleitender Lehr-Supervision zu der systemischen Supervisionspraxis (aufgeteilt auf mind. 2 Prozesse mit mind. 2 verschiedenen SupervisorInnen). Während der Weiterbildung werden von dem/der Teilnehmer(in) mindestens zwei Arbeitssitzungen von Supervisionen in der Supervision vorgestellt.
  5. Die während des Weiterbildungsganges durchgeführten systemischen Supervisionsprozesse werden unter Berücksichtigung der geltenden Datenschutzbestimmungen dokumentiert (Protokollierung des für die jeweilige Sitzung zentralen Prozesses und der Interventionen) und in der Lehrsupervision besprochen.
  6. Die TeilnehmerInnen führen während der Weiterbildung eigene Supervisionen von insgesamt mind. 100 UE durch, die durch die Lehrsupervision begleitet werden. Der/die Teilnehmer(in) weist (bis max. 2 Jahre nach Beendigung der Weiterbildung) mind. 5 abgeschlossene Supervisionsprozesse nach, von denen ein Prozess mind. 10 Sitzungen umfasst und nur ein Prozess als Einzelsupervision durchgeführt wurde. Ein Prozess ist als Video- oder Livesupervision zu präsentieren.
  7. Die TeilnehmerInnen führen im Rahmen der Weiterbildung Intervision (Peer-Supervision) von mind. 50 UE durch.
  8. Studium der im Kurs relevanten Fachliteratur (50 UE)
  9. Der Abschluss der Weiterbildung erfolgt durch ein Abschlusskolloquium (10 UE)

 

Lernorganisation, Termine und Kosten

Die Vertiefungsweiterbildung „Systemisch integrative Supervision“ dauert 3 Jahre und umfasst den Einführungstag, insgesamt 6 Kursabschnitte, Supervision und Intervision in Kleingruppen, selbstständiges Literaturstudium und das Abschlusskolloquium.
Der Einführungstag hat das Ziel, Sie umfassend über Kursinhalte, -organisation, -leitung, -ort usw. zu informieren. Anschließend können Sie sich verbindlich zum Kurs anmelden.
Allen TeilnehmerInnen des Einführungstages wird ein Platz im Kurs garantiert.

Thema Unterrichtseinheiten
Einführungstag, Theorie, Methodik 260 UE
Systemische Supervisionspraxis 100 UE
Systemische Lehrsupervision 100 UE
Berufsfeldrelevante Selbstreflexion 50 UE
Intervision / Peer-Gruppe 50 UE
Literaturarbeit 50 UE
Abschlusskolloquium 10 UE
Fünf schriftliche Falldokumentationen
(unter Supervision)
Veranstaltung Termine Kosten
Einführungstag 04.12.2017 100,– €
Abschnitt I 12. –   16.02.2018 750,– €
Abschnitt II 10. –  14.09.2018 750,– €
Abschnitt III 18. –  22.02.2019 750,– €
Abschnitt IV 23. –  27.09.2019 750,– €
Abschnitt V 17. –  21.02.2020 750,– €
Abschnitt VI 21. –  25.09.2020 750,– €
Supervision 10 Einheiten á 110,– €
Kolloquium 25.09.2020 100,– €

Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 5.800,– €.
In den Kosten sind Vormittagskaffee und Kaltgetränke enthalten. Tandem befindet sich in der Nähe zur Altstadt, wo zahlreiche Möglichkeiten zum Mittagessen vorhanden sind. Bitte tragen Sie für etwaige Übernachtung selber Sorge.

 

Zahlungsmodalitäten

Die Kosten werden mit der Einladung zum jeweiligen Kursabschnitt (ca. 6 Wochen vor Beginn des Kursabschnitts) in Rechnung gestellt. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular. Grundlage zur Teilnahme am Kurs ist der Weiterbildungsvertrag, der zwischen tandem und den TeilnehmerInnen abgeschlossen wird. Die Einzelheiten des Vertrags (u. a. Rücktritt, Kündigung usw.) werden bei den Einführungstagen erläutert.

 

Anmeldung und Zulassung

Bitte melden Sie sich schriftlich mit beigefügtem Anmeldebogen an.
Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen, bis maximal 18 Plätze, vergeben.
Vertragspartner ist tandem PRAXIS & INSTITUT GbR, Freiburg Geschäftsführer: Gabi Locherer, Jochen Leucht

 

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Fragen zur Veranstaltungsorganisation:
Gisa Windhüfel
institut@tandem-freiburg.org

Bei inhaltlichen Fragen:
Jochen Leucht
leucht@tandem-freiburg.org

Telefon +49 (0) 761 – 45 89 56 33
Fax +49 (0) 761 – 45 89 56 37

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