1. Kurs „Systemische Sexualtherapie“

Bereits abgeschlossen!

Systemische Sexualtherapie

hat in den letzten Jahren interessante Weiterentwicklungen hinsichtlich Diagnostik und Therapie sexueller Störungen erfahren. Damit wächst auch das professionelle Bedürfnis nach einer fundierten Fortbildung und einer Erweiterung der sexualtherapeutischen Kompetenzen. Das Curriculum „Sexuelle Störungen und ihre Behandlung“ ist ein Fortbildungsangebot für psychotherapeutisch tätige Berufsgruppen. Diese Weiterbildung bezieht sich – neben bewährten diagnostisch-therapeutischen Vorgehensweisen – auf einen systemischen Ansatz. Die Systemische Theorie, ihre ausgereifte Methodik und das umfangreiche Handwerkszeug sind in besonderer Weise geeignet, den Herausforderungen der sexualtherapeutischen Nachfrage zu begegnen.

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Kurs?

Die Schwerpunkte liegen in der Vermittlung spezifischer Kompetenzen. Die Teilnehmenden

  • lernen die relevanten Theorien zur sexuellen Motivation, des Geschlechterverhältnisses und der sexuellen Interaktion kennen (theoretische Kompetenz)
  • reflektieren Fragestellungen zur professionellen Haltung und Rollenklarheit beim Umgang mit Patienten/Klienten (Rollen-Kompetenz)
  • lernen sexuelle Störungen und Konflikte in ihren verschiedenen Erscheinungsformen einzuordnen (diagnostische Kompetenz)
  • können Gespräche über Sexualität und sexuelle Störungen professionell führen und beherrschen Frage- und Interviewtechniken (Gesprächsführungs-Kompetenz)
  • entwickeln ein rationales Verständnis für die Dynamik von Therapiefällen (Fall-Kompetenz)
  • setzen Therapie- und Beratungskonzepte und deren Interventionsmethoden therapeutisch ein (Interventions-Kompetenz)
  • entwickeln ein hohes Maß an Bewusstheit und Selbstreflexion der eigenen sexuellen Dynamik, das eine Balance von Empathie und Distanz erlaubt

Zielsetzung und Inhalte

Ziel des Curriculums ist es, die TeilnehmerInnen in die Lage zu versetzen, mit allen relevanten Sexualstörungen professionell therapeutisch umzugehen.

Inhaltliche Schwerpunkte sind:

  •  Themenzentrierte Selbsterfahrung
  • Therapeutische Haltung und Beziehung
  • Explorationstechniken
  • Sexualtherapeutische Interventionen
  • Sexualität und Sprache
  • Symptome, Diagnostik
  • Fallkonzeption und Hypothesenbildung
  • Psychosexuelle Entwicklung und Geschlechtsunterschiede
  • Hetero- und homosexuelle Entwicklung
  • Paardynamik und Paartherapie
  • Einzeltherapie von sexuellen Funktions- und Luststörungen
  • Sexualmedizinische Behandlungen
  • Behandlung von Paraphilien und Sexualstraftätern
  • Geschlechtsidentitätsstörungen/Transsexualität
  • Sexuelle Traumatisierung und Missbrauch
  • Sexualität bei körperlichen Krankheiten

Arbeitsformen: Wie wird im Kurs gearbeitet?

In den 7 Kursabschnitten werden relevante theoretische Inhalte mit der Praxis der Systemischen Sexualtherapie verwoben und durch themenzentrierte Selbsterfahrung (140 UE) ergänzt. Es wird in vielfältigen Settings und Formen gearbeitet: Plenum, Selbsterfahrungsgruppen, Arbeitsgruppen, Theorieimpulse, Rollenspiele, Videodemonstrationen, Übungen, Literatur, Selbststudium, Supervision von Fällen und Praxisreflexion. Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis der TeilnehmerInnen und des Kursleiters werden die Themen des Kurses in Verbindung mit Vorgehensweisen der systemischen Sexualtherapie erarbeitet. Die Verbindung mit eigenen persönlichen Beziehungserfahrungen ist ein wichtiges Selbsterfahrungselement, das von der professionellen Praxis nicht zu trennen ist. Die Bereitschaft der TeilnehmerInnen, sich auch mit ihren persönlichen Erfahrungen einzubringen, ist von besonderer Bedeutung.

Zielgruppe: An wen richtet sich der Kurs?

Der Kurs wendet sich an

  • systemische TherapeutInnen
  • Psycholog/-innen
  • Psychiater/-innen
  • Ärtz/-innen
  • Pädagog/-innen
  • und andere Berufsgruppen mit Hochschulabschluss,

zu deren beruflicher Tätigkeit die Beratung und Behandlung von Menschen mit sexuellen Problemen und Störungen gehört.

Zugangsvoraussetzung

ist eine abgeschlossene psychotherapeutische und/oder therapeutische Weiterbildung oder gleichwertige Fort- und Weiterbildungen.

Ihre Qualifikation

Die TeilnehmerInnen erhalten nach erfolgreichem Abschluss des Kurses und bei Erfüllung aller Voraussetzungen (siehe unten) ein Zertifikat, das von tandem vergeben wird.
Zusätzlich können sie bei der DGfS (www.dgsf.info) die Anerkennung als „Systemische(r) Sexualtherapeut/-in (DGfS)“ beantragen. Die DGfS hat die Konzeption dieser Fortbildung anerkannt.

Voraussetzungen für das Zertifikat der DGfS

Das Zertifikat wird erteilt, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  1. Regelmäßige Teilnahme an allen Kurstagen und an der Selbsterfahrung
  2. 10 dokumentierte Erstgespräche
  3. 60 dokumentierte sexualtherapeutische Behandlungsstunden unter Supervision
    in 2 bis 4 Behandlungsfällen
Systemische Sexualtherapie Termine Arbeitszeiten Kosten
Abschnitt I 21.-23.10.2015

Mittwoch 10.30 – 18.00 Uhr

Donnerstag 09.00 – 18.00 Uhr

Freitag 09.00 – 16.30 Uhr

470,– €
Abschnitt II 02.-04.12.2015

Mittwoch 10.30 – 18.00 Uhr

Donnerstag 09.00 – 18.00 Uhr

Freitag 09.00 – 16.30 Uhr

470,– €
Abschnitt III 16.-18.03.2016

Mittwoch 10.30 – 18.00 Uhr

Donnerstag 09.00 – 18.00 Uhr

Freitag 09.00 – 16.30 Uhr

470,– €
Abschnitt IV 06.-08.07.2016

Mittwoch 10.30 – 18.00 Uhr

Donnerstag 09.00 – 18.00 Uhr

Freitag 09.00 – 16.30 Uhr

470,– €
Abschnitt V 21.-23.11.2016

Montag 10.30 – 18.00 Uhr

Dienstag 09.00 – 18.00 Uhr

Mittwoch 09.00 – 16.30 Uhr

470,– €
Abschnitt VI 22.-24.02.2017

Mittwoch 10.30 – 18.00 Uhr

Donnerstag 09.00 – 18.00 Uhr

Freitag 09.00 – 16.30 Uhr

470,– €
Abschnitt VII 28.-30.06.2017

Mittwoch 10.30 – 18.00 Uhr

Donnerstag 09.00 – 18.00 Uhr

Freitag 09.00 – 16.30 Uhr

470,– €

Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 3.290,– €.

In den Kosten sind Kaffeepausen und Kaltgetränke enthalten.

Supervision: Alle Teilnehmer/-innen, die die Zertifizierung bei der DGfS anstreben, müssen an insgesamt 60 Stunden Supervision (es gibt die Möglichkeit von ganztägigen Gruppensupervisionstagen) teilnehmen. Das Honorar ist individuell mit den Supervisoren zu vereinbaren. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 1.000 €. Fragen nach potentiellen Supervisor(inn)en und Supervisionsgruppen werden im Kurs besprochen und geklärt.

Sollten die o.g. Termine aus heute unvorhersehbaren Gründen nicht stattfinden können, wird Ihnen dies rechtzeitig unter Angabe von Ersatzterminen mitgeteilt.

tandem befindet sich in der Nähe zur Altstadt, wo zahlreiche Möglichkeiten zum Mittagessen vorhanden sind.

Bitte tragen Sie für etwaige Übernachtung selber Sorge. Sie benötigen Unterstützung? Bitte melden Sie sich!

Zahlungsmodalitäten

Die Kosten werden mit der Einladung zum jeweiligen Kursabschnitt (ca. 6 Wochen vor Beginn des Kursabschnitts) in Rechnung gestellt. Die Rücktrittsbedingungen finden Sie auf dem Anmeldeformular. Grundlage zur Teilnahme am Kurs ist der Weiterbildungsvertrag, der zwischen tandem und den TeilnehmerInnen im Vorfeld des Kurses abgeschlossen wird. Die Einzelheiten des Vertrags (u.a. Rücktritt, Kündigung usw.) können bei Bedarf direkt mit tandem besprochen werden.

Bewerbung, Anmeldung und Zulassung

Bitte melden Sie sich schriftlich mit beigefügtem Anmeldebogen bis zum 01.09.2015 an. Fügen Sie der Anmeldung bitte einen tabellarischen Lebenslauf samt therapeutischen Weiterbildungsnachweisen bei. Der Eingang der Anmeldung wird schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 18 Plätze vergeben.

Vertragspartner ist tandem PRAXIS & INSTITUT GbR, Freiburg

Geschäftsführer: Gabi Locherer & Jochen Leucht